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freier architekt dipl.-ing. karsten merkel
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Sanierung Wehrkirche Walldorf / 'Wiederaufbau nach Kirchenbrand'

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Sanierung Wehrkirche Walldorf 

"Wiederaufbau nach dem BRAND"

Evangelisch- Lutherisches Pfarramt Walldorf / Pfarrgasse 7 /  98617 Walldorf bei Meiningen


unsere weiterführenden  links:

www.kirchenburg-walldorf.de

www.facebook.com/KirchenburgWalldorf/photos_albums

https://plus.google.com/u/0/117192783184087323387/posts

www.facebook.com/pages/Kirchenburg-Walldorf-Biotopkirche/417350555081653

http://walldorfstorch.7cam.eu/storchwalldorf.jpg

www.insuedthueringen.de/lokal/meiningen/dolmar/th+walldorf./

 

Filme zur Kirchenburg

https://www.youtube.com/watch?v=aGOADbE8xrk&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=r8bw_vkRFvQ

 


Planungsbeginn: 1990  /  Bauzeit: 1991  - 1996

weitere bauabschnitte in 1998 / 2006-2007

 

am  03.04.2012 / 16.35 uhr

DIE KIRCHE BRENNT !!!  

 

seit 06-2012 wird aufgeräumt

seit dem 16-08-2012 haben wir wieder ein notdach

die vorbereitungen zum wiederaufbau laufen

 

baubeginn mai 2013

1.BAUABSCHNITT Kirchturm + Treppenturm
- Statisch Konstruktive Sicherung Turmschaft
- Werksteinrestaurierung + Mauerwerkssanierung Turmschaft
- Außenfassade von Kirchturm / Treppenturm:
- Dachstuhl Kirchturm + Treppenturm:

Richtfest für den Kirchturm am 15.11.2013

Richtspruch für die Kirche in Walldorf  Zum Turme bin ich hochgestiegen,
um hier zu reden mit Vergnügen.
Eine Ehre hier zu sein,  diesen Brauch zu erfüllen mit einem Reim.
Die Bauherrn und die lieben Seinen  und alle, die sich hier vereinen,
die Handwerker, Freunde und die vielen Gäste  begrüße ich jetzt zu diesem Feste.
Dass dieser neue Turm, Ihr dürft uns loben,  sich in den Himmel nun hat erhoben
und wieder an dieser Stelle steht,  es war mit widrigen Ereignissen gesät:
Nach des Feuers heftiges Toben und des Regens  nasser Hand, wurde Besonderes verlangt von  Hand und Verstand.
Und doch, hier und heute, zu dieser Stund  reckt sich jetzt Holz empor.
Vollbracht ist nun das Werk der schaffenden  Hände, schon stattlich und trutzig die schützenden Turmeswände.
Vom Turm strahlt stolz des Richtkranzes Zier:
Lieber Herrgott, wir danken von Herzen dir  und bitten, du wollest diesen Turm fortan
bewahren vor aller Not, vor allen Gefahren.
Und Friede soll immer walten darunter und  darinnen, und das bald auch wieder, das Spiel der Glocken mag beginnen.
Was bleibt mir noch zu sagen,  in des Herbstes ersten Tagen:
Ein Hoch auf die Bauherrn, ein Hoch auf  alle Beteiligten und möge dieser Turm
mit fernen Blick aus allen Himmelsrichtungen  lichte Weiten ewig sichtbar bleiben
Hoch! Hoch! Hoch!
Wenn nun das Glas in Scherben springt noch einmal unser Gruß erklingt
hinaus mit Freude und Gesturm: Glück und Segen diesem neuen Turm.


Zimmerei Danz  /  Walldorf den 11.10.2013 www.zimmerei-danz.de

 

Wort des Pfarrers

Liebe Walldorferinnen und Walldorfer, liebe Gäste,
folgende Worte des Apostels Paulus gehen mir nicht mehr aus dem Sinn, seit ich das Richtfest vorbereitet habe. Dies Wort ist mir wichtig geworden:

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
1. Kor. 13 – 13

Der Glaube - viel lieber noch rede ich eigentlich von Urvertrauen. In den letzten Monaten sind es unsere Archäologen gewesen, die gerade dieses Urvertrauen ausgegraben haben. Über mehr als 2½ Tausend Jahre hin haben Menschen geschichtlich gesehen hier Schlange gestanden, um an diesem Platz wohnen und leben zu dürfen oder auch um hier begraben zu werden. Sie hatten das sichere Gespür, hier ist ein guter Platz.

Sehr viele Jahre später haben unsere Väter und Mütter auf eben diesem Fels eine Kirche errichtet.
…und die ist vor 400 Jahren niedergebrannt, so haben die Altvorderen sie eben wieder aufgebaut – und wir sind gerade dabei, genau das erneut zu tun…
Wir können gar nicht anders, wir müssen es tun, es drängt uns, genau hier in Stein und Mörtel und Holz unserem Urvertrauen eine sichtbare Gestalt zu verleihen.

Die Hoffnung: Das ist, wenn dem Urvertrauen Flügel wachsen, wenn es in die Zukunft fliegt, wenn es nicht am Boden bleiben kann.
„Am Boden zerstört sein“, wer kennt das nicht, wenigstens hin. und wieder einmal… hätten wir Walldorfer auch sein können, nach dem Brand… doch unser Urvertrauen hat Flügel bekommen, wir sind auf dem Weg in eine neue und andere Zeit, wollen manches auch anders machen, neue Wege versuchen, wollen Visionen und Ziele verfolgen.
Wir alle kennen mannigfache Bilder der Hoffnung, die Knospen und jungen Triebe des Frühjahres, den Embryo im Leib der Mutter - jetzt haben wir Walldorfer ein weiteres ganz eigenes Symbol: Ruinenmauern, aus denen ein neues Haus wächst… und das hat ab heute ganz oben wieder eine goldene Spitze, als wäre es eine Knospe.

Die Liebe: …die Liebe zur Kirchenburg, die Liebe zu unserem Dorf, zu unserer Geschichte, zu unseren Wurzeln... das alles Mittendrin in unserer Seele.
Liebe findet immer einen Weg. Sie verträgt alles, sie glaubt alles, hofft alles, die Liebe hört niemals auf, schreibt der Apostel Paulus.
Wir sind mit unseren Herzen dabei und staunen auch über die Facetten der Liebe, die uns dieser Tage begegnen: Die Liebe zum Handwerk, zur Aufbautätigkeit, das Miteinander… auch ein neues Mitmachen, das den einen und den Anderen ergriffen hat.

Glaube, Liebe, Hoffnung – wir haben viele Gründe dankbar zu sein und auch danke zu sagen: Allen Bauleuten, allen Planern und Verantwortlichen, allen Spendern… all denen, die uns seelisch und moralisch unterstützen, den Journalisten und Medien, der Ecclesia und der Allianz, unseren Versicherern…
Es passt, das System stimmt, alle haben aufgepasst und ihr Bestes gegeben und geben es noch - dennoch ist das erst der Anfang, das meiste steht uns noch bevor…
…und über dem allen GOTT, der uns dieses Urvertrauen möglich macht und uns eben diese Hoffnung schenkt und dem unsere Liebe gilt.

Glaube - Hoffnung – Liebe – diese Drei,
aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
Gottes Segen sei mit uns allen – Amen

Heinrich v. Berlepsch

 

 

9.04.2014  die neuen gocken werden gegossen

 

3.10.2014  die neuen glocken kommen nach walldorf auf die kirchenburg

 

10.10.2014  die glocken werden in die glockenstube des kirchturm gezogen

                    das richtfest für den dachstuhl hauptschiff, chor sakristei

 

 


Geschichte

Schon geraume Zeit vor ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 982 in einer Schenkungsurkunde an die Petruskirche zu Aschaffenburg wurde die heute Walldorfer Kirchenburg genannte Anlage als Königshof gegründet. Der aus der Tal-Ebene emporragende Fels eignete sich ideal zum Bau einer Befestigungsanlage. Die Befestigung lag an der Nordgrenze des ehemaligen Frankenreiches am Werraübergang der alten Handelsstraße von Frankfurt am Main nach Gotha und Erfurt (Frankfurter Straße). Um den Königshof entstand später der Ort Walldorf.

Im Jahr 1008 übernahm das Bistum Würzburg Walldorf mit seinem Burgberg. Die Würzburger bauten die Wehranlage aus und gestalteten sie zur bischöflichen Festung um. Man errichtete eine erste Kapelle, der später eine Kirche folgte. Noch heute sind aus jener Zeit romanische Fensteröffnungen sichtbar. Zur eigentlichen Kirche wurde die Anlage erst im Spätmittelalter.

Das Kirchengebäude „zu unserer lieben Frauen“, wie es früher einmal hieß, wurde in der heutigen äußeren Gestalt 1587 errichtet, 1634 bis auf das Mauerwerk zerstört, und im Zeitraum von 1648 bis 1651 neu hergerichtet. Noch heute finden sich verkohlte Balken aus jener Zeit und vor einigen Jahren sogar ein Verschütteter, gleich hinter dem Torbogen am Eingang der Burganlage.

Aus dem späten Mittelalter stammt wahrscheinlich auch der der ursprünglich als Bergfried einer Burganlage errichtete Turm der Kirche. Die Kirche wurde an die Ostseite des bereits vorhandenen Bergfrieds angebaut, was dazu geführt hat, dass der Hauptraum schief an den Turm angesetzt ist. Möglich, dass dabei die Mauern einer ehemaligen Kemenate benutzt worden sind, obwohl von einem Schloss innerhalb des Festungsvierecks des Kirchhügels nichts berichtet wird. Der hohe Bergfried lässt auf Wohngebäude eines Burgherrn oder eines Ministerialen schließen, nicht nur auf einen befestigten Wirtschaftshof.

Der Burgberg verdankt seine isolierte Lage zum Teil künstlichen Felsarbeiten. Der tiefe Graben an der Nordseite ist ein manuell angelegter Halsgraben. Durch diesen ist das Terrain von der angrenzenden Anhöhe getrennt. Der Aufgang liegt an der Südwestseite. Die Kirche steht fest auf Sandsteinfels, der mit Ringmauern, 5 Bastionstürmen, zahlreichen Schießscharten und Resten des alten Wehrganges immer noch sehr verteidigungsfähig anmutet. Der Fußboden der Kirche liegt 11 m über der Dorfstraße.

Die hohe steinerne Ringmauer, die die Kirche noch heute komplett umfriedet, besitzt 5 Rundtürme und hat eine Höhe von vier bis acht Metern. Die Stärke schwankt zwischen einem und 1,30 Meter. Es finden sich deutliche Spuren von Wehrgängen und verschiedenste Schießscharten, zum Teil in mehreren Stockwerken übereinander. Wie bei Wehranlagen üblich, ist der Eingang so angelegt, dass die ungeschützte Seite der Anstürmenden den Verteidigern zugewandt war. Innerhalb der Mauer besaß jeder Bauernhof einen Gaden, das ist ein Schuppen oder ein kleiner Keller zum Unterbringen der Vorräte in Belagerungszeiten. Auch die großen Keller unter dem Kirchenberg dienten diesem Zweck. Allerdings hat Walldorfs Zufluchtsort nie einen eigenen Brunnen besessen. Durch den mäßigen Verteidigungswert nutzten die Einwohner eher die benachbarte, von den Würzburger Bischöfen errichtete Burg Landeswehre, an dessen Platz heute das Schloss Landsberg (Meiningen) steht.

Am Äußeren der Kirche hinterließen die Kunstepochen Romanik, Gotik und Renaissance ihre Spuren. Man erkennt dies am Grundriss der Kirche, an teilweise zugemauerten romanischen Fenstern und späteren Fensteröffnungen. Auch mehrere An- und Umbauten aus späterer Zeit sind deutlich zu erkennen.
Innenausstattung

Die Innenausstattung ist einheitlich im Renaissancestil nach 1650 gehalten. Nur der Orgelprospekt ist barock, die Orgel selbst ein Neubau von 1963. Im Kircheninneren werden auch Grabsteine und Wappen ehemaliger Patronatsherren aufbewahrt, die zum Teil den 1906 zugemauerten Grüften unter der Kirche entnommen sind.

Als weitere Bauten finden sich im 150 Meter langen und 65 Meter breiten Terrain um das Gotteshaus die alte Kirchschule aus dem Jahre 1646, die 1838 vergrößert wurde, sowie drei zusammengefügte Gaden, die einen Eindruck vermitteln können, wie die Walldorfer einst ihre Habseligkeiten vor Räubern und Plünderern zu verbergen pflegten.

Die Walldorfer Kirchenburg ist nicht nur ein Baudenkmal, auch ihr Wert als Bodendenkmal ist mit den Restaurierungsarbeiten der letzten Jahre anschaulicher geworden. Gefunden wurden unter anderem ein Feuersteinwerkzeug aus der jüngeren Steinzeit sowie eine Hakenspirale aus der Bronzezeit. (Hakenspiralen kommen in Thüringen öfter vor und gelten als Zierrat, der am Kopf getragen wurde.) Der Feuerstein belegt, dass der Walldorfer Felsen schon vor einigen Jahrtausenden als Wohn- oder Jagdplatz genutzt wurde. Die besonders dem Mittelalter entstammenden archäologische Funde umfassen rund 250 kg, darunter ein Krug aus dem 12. Jahrhundert, Bernsteinkettenglieder, Knöpfe, ein tönerner Nachttopf, ein Bruchstück einer alten Bierschale, Münzen, menschliche Skelette, mehrere Handvoll Getreide aus dem 12. bis 14. Jahrhundert, das sich im Getreideturm erstaunlich gut erhalten hatte.
Restaurierung

Die eigentliche Restaurierung der Anlage begann im Jahr 1991 mit einem internationalen Jugendlager und mit örtlichen ABM-Kräften als Bauvorbereitung. Es folgte die Entwässerung der Anlage und eine umfangreiche Wiederherstellung der Wehrmauer, wie auch die statische Sicherung der Hohlräume im Burgberg. Ebenso rettete man die Gaden vor dem völligen Zerfall und sanierte die Kirchschule komplett. Das Kirchendach wurde ersetzt und das Innere der Kirche in den Jahren 2006 und 2007 vollständig saniert. Weitere Erhaltungsmaßnahmen sollen folgen: so die Kirchturmreparatur, die Erneuerung der Orgel und anderes mehr.

Kirchturmspitze mit Doppeladler ehemaliger Reichsunmittelbarkeit Walldorfs, rastende Stare

Über den Wert als Bau- und Bodendenkmal hinaus, ist eine der Sandsteinlagen des Burgberges auch von besonderem geologischem Interesse. Zudem kommt noch eine Funktion als Fledermaus-Winterquartier hinzu. Auch lädt ein eigens dafür optimiertes Dach die in der Region heimischen nachtaktiven Tiere zum sommerlichen Verweilen ein. 2006 zogen erstmalig Dohlen ihre Jungen auf dem Kirchturm auf. Turmfalken, eine Mauerseglerkolonie und eine Menge anderer gefiederter Freunde haben die Walldorfer Kirchenburg zu ihrer Bleibe gemacht. Bei den Bauarbeiten wurden bewusst Nistmöglichkeiten geschaffen. Auch ein in der Kirchenmauer lebendes Bienenvolk trägt dafür Sorge, dass der alte Bauerngarten in der Kirchenburg Früchte trägt und die bepflanzte Mauerkrone erhalten wird.

Das Kirchenarchiv weist Schätze auf, die die Baugeschichte der Kirchenburg lebendig werden lassen, z.B. ein alter Bauplan zur Veränderung der Walldorfer Kirche in einen Barockbau oder die Unterlagen über die hoch exakte Vermessung der Hohlräume im Burgberg, die einst das Ministerium für Staatssicherheit der DDR in Auftrag gegeben hat.


Quellen:Geschichte und Baubeschreibung nachzulesen in: Lehfeldt / Voss: Bau- und Kunst-Denkmäler Thüringens, Herzogthum Sachsen-Meiningen I. Band 1. Abteilung Kreis Meiningen. Amtsgerichtsbezirke Meiningen (Die Stadt Meiningen und die Landorte), Jena, Verlag von Gustav Fischer 1909, S. 556 - 570. Das weitere Material entstammt dem Archiv der Kirchgemeinde Walldorf (Werra)

 

 

 

Zugehörige Dokumente:

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Karsten Merkel
Freier Architekt
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